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Baku – Traditionelle Zeitreise ans Kaspische Meer​

by speechlesstravel
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Flame Towers in Baku

Baku

Zusammenspiel zwischen Alt und Modern

Ein ungewöhnliches Land. Viele würden nicht auf die Idee kommen dorthin zu reisen. Auch auf unserer Bucket – List stand dieses Land sicherlich nicht an erster Stelle, aber ein Zufall hat uns in dieses wunderschöne Land geführt. Zu dieser Zeit lief das Europa League Finale zwischen dem FC Arsenal und Chelsea London in Baku, für welches wir Karten hatten. Bereits 2012 war Baku der Austragungsort des Eurovision Song Contest. Warum sollten wir also nicht diese Gelegenheit mit einer richtigen Reise verbinden?

Don’t listen to what they say. Go see. 

Wir hatten keine großen Erwartungen, doch dieses Land hat uns mehr als nur positiv überrascht. Was aber zuallererst hervorgehoben werden muss, ist die außergewöhnlich große Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft. Egal ob im Linienbus, im Restaurant, im Hotel oder ganz normal auf der Straße. Überall herzliche Menschen, die einen sehr gut behandelt haben. Wir haben uns teilweise wirklich gefühlt wie Könige.Wir haben z.B. noch nie erlebt, dass einem Kellner im Restaurant kostenlos trinken bringen oder Frauen im Bus die Einkaufstüten getragen bekommen. Auch die öffentlichen Plätze waren stets betreut von Polizisten, was einem ein zusätzliches Sicherheitsgefühl verliehen hat. Natürlich befinden sich Teile des Landes noch im Krieg mit Armenien, allerdings hat man diese Auseinandersetzungen zu keinem Zeitpunkt bewusst wahrgenommen.

Die Altstadt von Baku

Besonders schön ist die berühmte Altstadt. Sowohl tagsüber als auch bei Nacht lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Gerade abends beginnt das Leben in der Stadt. Selbst die Kinder sind bis spät in die Nacht auf den Beinen. Besonders schön fanden wir den Bereich um den Fontains Square. Die gesamte Altstadt -İçəri Şəhər- ist von einer Mauer umgeben, die wirklich sehr gut erhalten ist. Kulturell kann man hierbei auch wirklich sehr schöne historische Bauwerke bewundern. Außerdem zählt dieser Stadtteil auch zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Häufig kommt man sich hierbei vor wie in einem Labyrinth.

Zahlreiche enge Gassen und alte Häuser rauben einem gerne die Orientierung. Wir sind uns ab und zu selbst wie auf einer Zeitreise in eine vergangene Welt vorgekommen. In den steil, in Richtung Kaspisches Meer abfallenden Kopfsteinpflasterstraßen kann es auch gerne mal vorkommen, dass sich selbst die besten Taxifahrer verfahren. Wirklich interessant war für uns zu sehen, dass es sich nicht um ein verwahrlostes altes Stadtzentrum handelt. In den meisten größeren, älteren Gebäuden sind große namhafte Marken angesiedelt. Traditionelle einheimische Restaurants befinden sich gefühlt an jeder Straßenecke.

Der Verkehr…

Wenn man ein wirkliches Abenteuer erleben möchte und definitiv keine schwachen Nerven hat, dann solltest du dir ein Auto in Baku mieten. Es würde sich lohnen, diesen atemberaubenden Verkehr, der stetig mit dem Hupen von so gut wie jedem Fahrer begleitet wird, selbst zu erleben. Wenn man diesen Nervenkitzel nicht unbedingt benötigt, dann sollte man sich auf die öffentlichen Taxis konzentrieren. Wirklich günstig (5AZN – 2-3€ für ca 20 km) kann man damit so gut wie jeden Fleck erreichen. Bei verhandelbaren Preisen kann man sich somit das Spektakel von hinten mit ansehen. Selbst diese sind aber in der Regel sehr abenteuerlustig unterwegs.
Außerhalb der historischen Altstadt bietet sich ein krasser Kontrast. Während in Richtung Landesinnere die Häuser immer kleiner und einfacher werden, entwickeln sie sich in der anderen Richtung zu immer höheren Gebilden. Ein Hochhaus nach dem anderen wird hochgezogen. Das hat gerade auch für uns von der Küstenpromenade einen imposanten Blick hinterlassen. Hierbei erregen die Flame Towers natürlich besonderes Aufsehen. Wer shoppen gehen möchte, sollte sich die Nizami-Straße auf keinen Fall entgehen lassen. Kulturelle Hauptsehenswürdigkeit ist auf jeden Fall der 30 Meter hohe Jungfrauenturm. Alleine schon wegen der wunderschönen Lage und dem schönen Rundblick über die Altstadt.

Das Baku Bulvar ist eine wunderschöne Parkanlage und liegt parallel zum Kaspischen Meer. Wer hier unterwegs war, wird schnell verstehen, warum viele die Stadt Baku auf eine gewisse Art und Weise gerne mit Dubai vergleichen. Die überall aufwachsenden Glastürme überragen das alte Baku. Neben den herausragenden Gebäuden und der historischen Altstadt, den gastfreundlichen & hilfsbereiten Menschen, sowie dem atemberaubenden Verkehr werden wir eine weitere Sache nie mehr vergessen:

Die unglaublich leckeren traditionellen Gerichte!

Auf die neuen Gewürze, Gerüche und sogar Speisekarten, die uns sehr exotisch vorkamen haben wir uns eingelassen. Wir wurden mit wirklich exzellenten Gerichten belohnt. Auch den Granatapfelwein den es hierzulande öfters gibt, lohnt es sich zu probieren. Lass Dir das auf keinen Fall entgehen! Vor allem nicht bei solchen Preisen
Neben dem Geschmack überraschten uns auch die Preise immer wieder. Hier kann man wirklich jeden Tag gefühlt 5 Gänge verdrücken und zahlt trotzdem verhältnismäßig nicht mehr als in Deutschland für ganz normale Gerichte.
Einzige uns aufgefallene Komplikation ist tatsächlich ab und an die Sprache. Mit Englisch kommt man in Baku nicht überall zum Erfolg. Am häufigsten vertreten ist russisch, türkisch und arabisch. An den öffentlichen Plätzen, in Hotels und den meisten Restaurants ist auch englisch gut vorhanden. Wenn man etwas weiter ins Landesinnere kommt, wird es tatsächlich schwer. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln erklärten wir mit Hand und Fuß wo wir gerne hinmöchten

Fazit

Aserbaidschan hat uns mehr als Positiv überrascht und wir können es dir nur wärmstens ans Herz legen, wenn du gerne reist, dieses wundervolle Land zu besuchen. Gerade der Tourismus hat hier noch keinen Einzug gefunden und man hat hier dadurch wirklich weder lange Anstehzeiten bei Sehenswürdigkeiten, noch überfüllte Plätze. Absolut eine Reise wert! Weitere Artikel und Einblicke bekommst du unter Aserbaidschan!

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